In den Specs von Kopfhörern steht immer irgendwas wie "20 Hz – 20.000 Hz", und das wirkt wichtig. Ist es auch, irgendwie. Aber bei weitem nicht so simpel, wie die Hersteller dich glauben lassen wollen.
Erklären wir mal, worum es geht.
Was bedeutet Frequenzgang?
Der Frequenzgang gibt an, in welchem Bereich Kopfhörer Töne wiedergeben können. Das menschliche Ohr hört grob von 20 Hz bis 20.000 Hz, also vom tiefen Brummen bis zum hohen Zischen. 20 Hz ist das Gefühl, wenn der Bass den Brustkorb zum Vibrieren bringt. 20.000 Hz ist der Ton, den du vielleicht noch hörst, wenn du 15 bist und nicht auf zu vielen Konzerten warst.
Wenn ein Hersteller für seine Kopfhörer einen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz angibt, heißt das im Grunde: "Diese Dinger geben alles wieder, was dein Ohr hören kann." Und genau da fängt das Problem an.
Warum die reine Zahl nichts sagt
Fast alle Kopfhörer, auch die 15-Euro-Stöpsel vom Tankstellenregal, geben 20 bis 20.000 Hz als Frequenzgang an. Das ist ungefähr so, als würde in einer Autoanzeige stehen: "Hat einen Motor." Technisch korrekt, sagt aber nichts darüber aus, ob das Ding fährt wie Henris Alfa Romeo (schlecht und unberechenbar) oder wie Raimos W124 (gleichmäßig und ewig).
Entscheidend ist nicht der Bereich sondern wie gleichmäßig die Kopfhörer die Töne innerhalb dieses Bereichs wiedergeben. Das zeigt die Frequenzgangkurve, eine Grafik, die darstellt, wie laut welche Frequenz klingt. Eine gleichmäßige Kurve bedeutet: Keine Frequenz schreit die anderen nieder, und keine verschwindet einfach.
Billige Kopfhörer pumpen oft Bass und Höhen künstlich auf, weil das beim ersten Hören nach "wow" klingt. Nach fünf Minuten sind die Ohren müde, und die Musik klingt, als würde sie aus einem Eimer kommen.
Wie Valco das macht
Jasse, unser Klangdesigner, dessen Ohren versichert sind (kein Witz, na gut, vielleicht ein bisschen), stimmt den Frequenzgang jedes Valco-Modells von Hand ab. Ziel ist ein ausgewogener, natürlicher Klang: Bass satt, aber nicht dumpf, Mitten klar, Höhen frisch, ohne zu stechen.
EQ-Regler quetschen wir nicht in die Geräte, Jassens Abstimmung ist genau das Feature. Wenn dein Geschmack von Jasses Sichtweise abweicht, nutz den Equalizer deines Wiedergabegeräts. Er nimmt das nicht persönlich. Oder doch, aber er kommt drüber weg.
Was du dir merken solltest
Wenn du Kopfhörer vergleichst, starr nicht nur auf den Frequenzgangbereich in den Specs. Das ist eine Marketingzahl. Schau dir lieber Tests an, hör selbst rein, wenn möglich, und denk daran: Ein gleichmäßiger Frequenzgang ist meist besser als ein künstlich aufgepumpter.
Und wenn ein Hersteller einen Frequenzgang von 5 Hz bis 40.000 Hz angibt, klingt das beeindruckend. Du hörst diese Frequenzen einfach nicht. Vielleicht hört sie dein Hund. Aber dein Hund zahlt nicht für die Kopfhörer.
Jeder Valco-Kopfhörer ist so abgestimmt, dass Musik so klingt, wie sie klingen soll. Und jeder Kauf finanziert 0,000001 % unseres Todessterns. Danke dafür.

