Preisgestaltung ohne Rauch und Spiegel
Valcos Preisgestaltung funktioniert grob so: Wir berechnen, was die Herstellung eines Produkts kostet, schlagen so viel Marge drauf, dass die Gehälter bezahlt werden können und Henris Alfa Romeo repariert wird (mal wieder), und stellen den Preis auf die Website. Das war's.
Keine Fokusgruppen, keine Pricing-Consultants, keine „Premium-Markenstrategie", bei der der Preis durch die Decke geht, weil das Logo groß genug ist. Wir sind 14 Leute und eine Excel-Tabelle.
Woraus setzt sich der Preis zusammen?
Ein großer Teil des Kopfhörerpreises geht in die eigentliche Herstellung des Geräts. Komponenten, Montage, Qualitätskontrolle – Grundlagen eben. Jasse sitzt in Kajaani und stimmt das Klangbild jedes Modells ab, und auch diese Arbeit kostet Geld (seine Ohren sind versichert, und das ist nicht billig).
Dazu kommen:
- Fracht und Zölle – Kopfhörer teleportieren sich leider nicht von China nach Finnland, auch wenn das praktisch wäre
- Lagerhaltung – die Ware muss irgendwo anders aufbewahrt werden als in Henris Garage
- Service und Ersatzteile – wir reparieren unsere Geräte tatsächlich, was bedeutet, dass wir Ersatzteile jahrelang auf Lager halten
- Mehrwertsteuer und andere Abgaben – der Staat nimmt sich seinen Anteil, bevor wir auch nur einen Cent sehen
- Gehälter – 14 Menschen essen überraschend viel
Und dann die Marge. Die ist angemessen. Nicht schamlos, aber auch keine Wohltätigkeit. Der Todesstern baut sich nicht von selbst.
Warum sind wir günstiger als die großen Marken?
Sony, Bose und Co. geben Hunderte Millionen für Werbung aus. Sie sponsern Sportteams, bezahlen Prominente dafür, dass sie Kopfhörer am Flughafen um den Hals tragen, und betreiben riesige Organisationen mit mehr Marketingdirektoren als Ingenieuren.
Wir machen nichts davon. Unser Marketingbudget entspricht ungefähr dem, was Henris Alfa Romeo im Monat an Sprit verbraucht – also überraschend viel, aber trotzdem ein Bruchteil der Ausgaben der großen Player.
Das Geld, das bei den großen Marken in Werbung fließt, stecken wir ins Produkt selbst. Deshalb kostet der VMK25.2 die Hälfte dessen, was das Flaggschiff der Konkurrenz kostet, aber die Klangqualität ist mindestens auf dem gleichen Niveau. Jasses Feinabstimmung taucht nur leider nicht im Super-Bowl-Werbespot auf.
Und was ist mit Rabatten?
Wir veranstalten keinen Dauerausverkauf. Das ist dieser Trick, bei dem der Preis erst hochgesetzt und dann auf das normale Niveau „reduziert" wird. Jeder weiß, wie das funktioniert, und trotzdem tun alle so, als wäre es kein Schwindel.
Bei uns ist der Preis das, was er ist. Black-Friday-Aktionen machen wir vielleicht, weil das einfach Spaß macht, aber die regulären Preise sind von vornherein fair. Wenn Ihnen die Kopfhörer zu teuer erscheinen, ist Ratenzahlung immer eine Option. In kleinen Raten zahlen tut nicht so weh – so finanzieren wir auch unsere Ferraris.
Kurz gesagt
Valcos Preisgestaltung ist einfach: Kosten plus angemessene Marge. Nicht mehr, nicht weniger. Jeder Euro, der von Ihnen zu uns kommt, fließt entweder in Produktentwicklung, Gehälter, Kundenservice oder den Todesstern-Baufonds. Hauptsächlich in die ersten drei. Vorerst.